Warum wird die KDE4 Releasepolitik nicht verstanden?

KDE

Mit jeder neuen Veröffentlichung eines KDE4 Releases (aktuell KDE 4.1 Alpha1) wird immer wieder über die Releasespolitik von KDE4 gestritten. Es will von einigen einfach nicht verstanden werden, daß dieser Schritt nötig und auch richtig war um einerseits die vorhandenen Entwickler bei der Stange zu halten und andererseits neue Entwickler mit ins Boot zu holen. Ferner, und das ist auch ein sehr gewichtiger Punkt, sollte es eine Codebasis bereitsstellen, mit der Entwickler beginnen können neue Programme für KDE4 zu erstellen bzw. bestehende zu portieren.

Dies alles ist inzwischen allgemein bekannt. Doch was waren nun die Auswirkungen dieser Releasepolitik? Was hat sich seit der Veröffentlichung von KDE 4.0.0 getan?

  • Viele Projekte arbeiten an der Portierung Ihrer Programme nach KDE4. Beispiele:
    • Amarok: mehr über die Entwicklung ... [KLICK]
    • Digikam: mehr über die Entwicklung ... [KLICK]
  • Viele optische Addons und Plasmoids sind bereits auf KDE-Look.org erschienen:
  • Mehr als 50 Programme die KDE4 voraussetzen sind bereits auf KDE-Apps.org erschienen. Beispiele:
    • KDVDCreator: Programm zum erstellen von VCDs, SVCDs und DVDs.
    • K9copy: DVD Backup von 9GB nach 4,5 GB.
    • Blokkal: Ein KDE Programm zum Bloggen.
    • aKu: Ein Backup Programm.
    • KRename: Programm zum umbenennen von hunderten Dateien gleichzeitig.
    • u.v.a.m.

Diese kleine Auflistung sollte verdeutlichen, warum KDE 4.0.0, wenn auch nicht für den normalen Benutzer, veröffentlicht wurde. Denn ohne diesen Schritt wäre auch nicht sichergestellt gewesen, das zum erscheinen einer für den Endnutzer tauglichen Version (KDE 4.1) in ca. 3 Monaten, eine solche Fülle an Themes, Plasmoids und auch Programmen. zur Verfügung steht.

Trackback URL for this post:

http://www.backup.czessi.de/en/trackback/630

Comments

Es geht nicht um die

Es geht nicht um die Releasepolitik. Es geht um die Angst des Tormanns beim Elfmeter. Ich habe mich gleich zu Beginn des KDE 4.0.0 entschieden, zunächst meinen Rechner und dann alle Rechner in meinem Umkreis umzustellen. Von Oma bis zum Kid. Sogar unter der Alpha von Hardy Heron. Ich musste in der ganzen Zeit nur für 4 Tage zurück auf KDE 3.x was aber gar kein Problem war.

Hätte man gleich so kommuniziert wäre gleich für viele alles klarer gewesen. So haben die Warner und Warmduscher die Oberhand behalten. Viel schlimmer aber ist die mangelnde Möglichkeit neue Pakete zu erhalten. Anstatt sie den Usern anzubieten müssen die mühsam suchen.

Versuch einmal Raptor zu compilieren. Geht nicht weil haufenweise Pakete fehlen, auch wenn man den Anweisungen für eine Entwicklungsumgebung folgt. Es fehlt eine Strategie für die Leute die zwar programmieren können, aber nicht gleich die gesamte KDE Entwicklung verstehen wollen. Die gerne neue Anwendungen testen würden, aber durch unnötige Hürden abgeschreckt werden.

Wer weiß z.B. welche QT version er einsetzt. Ist es die Beta? Wenn ich die halbe Stunde oder Stunde die ich mit Testen verbringen könnte, an solche Dinge verschwenden, macht es kaum Sinn.

Syndicate content